Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump wirft der US-Notenbank (Fed) vor, ihre Geldpolitik an den Wünschen der Regierung auszurichten. Fed-Chefin Janet Yellen erhöhe die Zinsen nicht, weil Präsident Barack Obama ihr gesagt habe, dies zu unterlassen, sagte der Milliardär Trump am Dienstag. Obama wolle nicht, dass in seiner verbleibenden Amtszeit «eine weitere Blase platzt».

Mehrere konservative Politiker hatten die Notenbank zuletzt ins Visier genommen. Ihrer Ansicht nach riskiert die Fed mit ihrer Geldpolitik einen rasanten Anstieg der Inflation. Die Fed, die auf ihre Unabhängigkeit pocht, hält die Zinsen als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise seit Jahren bei null bis 0,25 Prozent, um die Konjunktur zu stützen. Allgemein wird aber davon ausgegangen, dass die Ära des billigen Geldes bald ausklingen wird.

Trump befürwortet Zinserhöhung

Trump sagte, seiner Auffassung nach solle die Fed die Zinsen erhöhen. Sie werde dies aus politischen Gründen aber nicht tun. Trump gehört bislang zu den aussichtsreichsten Anwärtern auf das Kandidaten-Ticket der Republikaner. In den USA wird in einem Jahr ein neuer Präsident gewählt. Der Demokrat Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

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(reuters/mbü)