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Obama: Atom-Abkommen auch ohne Israel

US-Präsident Obama: An Atomabkommen festhalten. Keystone

US-Präsident Barack Obama plant, das Atomabkommen mit dem Iran unabhänigig von einer Anerkennung Israels umzusetzen. Damit wies er eine Forderung vom israelischen Premier Netanjahu zurück.

Veröffentlicht am 07.04.2015

US-Präsident Barack Obama will eine Atom-Vereinbarung mit dem Iran nicht von einer vorherigen Anerkennung Israels durch die Führung in Teheran abhängig machen. Die Vorstellung, man könne beides verknüpfen, sei gleichbedeutend mit der Aussage, man werde keine Vereinbarung unterzeichnen, bis sich die Natur des iranischen Regimes vollständig gewandelt habe, sagte Obama am Montag dem Sender NPR. Obama wies damit eine Forderung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zurück.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht sich angesichts wiederholter Vernichtungsdrohungen des Iran in seiner Existenz bedroht. Er versucht derzeit Druck für ein strengeres Atom-Abkommen aufzubauen.

Kritik durch Netanjahu

In mehreren US-Fernsehsendern sagte Netanjahu über Ostern, das von den USA und fünf weiteren Staaten ausgehandelte Zwischenabkommen ebne den Weg zu einer iranischen Atombombe. Er forderte, die verbleibenden Monate bis zu einer angestrebten endgültigen Lösung dazu zu nutzen, strengere Auflagen durchzusetzen.

(reuters/me)

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