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Obama besucht das Vaterland

Obama begrüsst seine kenianische Halbschwester: Kenias Präsident Kenyatta schaut rechts zu. Keystone

US-Präsident Barack Obama ist in Kenia eingetroffen – das Land seines Vaters. Die Kenianer sind begeistert. Anschliessend geht’s weiter nach Äthiopien.

Veröffentlicht am 25.07.2015

US-Präsident Barack Obama ist zu seinem viertägigen Besuch in Kenia eingetroffen. Nach einer rund 17 Stunden langen Reise begrüssten ihn am Freitagabend unter anderem Präsident Uhuru Kenyatta, US-Botschafter Robert Godec und Obamas Halbschwester Auma Obama am Flughafen von Nairobi. Obama besucht das Heimatland seines Vaters zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt 2009.

Am Flughafen trug sich der US-Präsident in ein Gästebuch ein, bevor er mit der Präsidentenlimousine zu seinem Hotel gebracht wurde.

Jubelnde Menschen am Strassenrand

In der Innenstadt Nairobis versammelten sich am späten Abend Hunderte, um die Vorbeifahrt der als «The Beast» bekannten Limousine am Strassenrand zu verfolgen. Die Kenianer drängten auf die Strasse, jubelten und schwenkten Flaggen der USA.

In Nairobi war der hohe Besuch aus Washington in den vergangenen Tagen Stadtgespräch: Zeitungen, Fernsehsender und viele Einwohner beschäftigten sich mit allen Details der Reise, die sich vor allem um politische Themen dreht.

Da Obamas verstorbener Vater aus dem Dorf Kogelo im Westen des Landes stammt, sehen viele seinen Besuch auch als eine Art Rückkehr ihres «Sohnes». Ein Besuch in Kogelo ist nach Angaben des Weissen Hauses nicht geplant, stattdessen reisten Obamas Verwandte zu einem Treffen mit dem US-Präsidenten nach Nairobi.

Weiter zum Sitz der Afrikanischen Union

Nach der Visite in Kenia will Obama als erster amtierender US-Präsident Äthiopien und den Sitz der Afrikanischen Union in der Hauptstadt Addis Abeba besuchen. Neben den Handelsbeziehungen dürften beim mehrtägigen Besuch auch Themen wie Demokratie, Menschenrechte, Armut und Sicherheit in der Region eine zentrale Rolle spielen.

Vor seinem Abflug hatte Obama Afrika als Ort «unglaublicher Dynamik» mit einigen der am schnellsten wachsenden Märkten der Welt bezeichnet. Der Präsident reiste in seiner Amtszeit bereits vier Mal nach Afrika.

Sein Vater war Austausschstudent

Obama ist der erste Afroamerikaner an der Spitze der USA. Sein Vater war kenianischer Gaststudent, er kehrte drei Jahre nach der Geburt seines Sohnes auf Hawaii in seine Heimat zurück und starb dort 1982 bei einem Autounfall.

(sda/mbü)

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