Die USA wollen den Druck auf den syrischen Machthaber Baschar al-Assad verstärken. Dies sagte Präsident Barack Obama nach einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II. in Kalifornien. Zudem kündigte Obama Jordanien finanzielle Unterstützung an zur Versorgung syrischer Flüchtlinge.

Jordanien, das unter den Folgen des Bürgerkriegs im Nachbarland leidet, versprach Obama Kreditbürgschaften im Umfang von einer Milliarde Dollar. Jordanien bietet derzeit mehr als 600'000 syrischen Flüchtlingen Zuflucht.

Es müsse etwas getan werden, um die humanitäre Hilfe von Syrierinnen und Syriern zu unterstützen. Er gehe nicht davon aus, dass der Konflikt rasch beigelegt werde.

Zunehmende Ungeduld

Obama sagte, es könnten verschiedene Schritte unternommen werden, um mehr Druck auf die Assad-Regierung auszuüben, während gleichzeitig nach einer diplomatischen Lösung des Syrien-Konflikts gesucht werde. Konkrete Massnahmen nannte er nicht.

Zuletzt hatte sich Obama angesichts Assads Ablehnung, über einen Machtwechsel in Syrien zu verhandeln, ungeduldig gezeigt. Er signalisierte einen Kurswechsel hin zu einer aggressiveren Politik.

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Aus US-Regierungskreisen verlautete, für Obama blieben alle Optionen auf dem Tisch. Zu den seit Langem diskutierten möglichen Schritten gehört die Bewaffnung syrischer Rebellen.

Kaum Annäherung in Genf

Zwei Gesprächsrunden in Genf zwischen syrischer Regierung und Aufständischen haben kaum Annäherung gebracht. Der Aufstand gegen Assad tobt seit etwa drei Jahren. Mehr als 100'000 Menschen wurden getötet, Millionen sind auf der Flucht.

Das bislang einzige konkrete Ergebnis der Verhandlungen in Genf ist die vorübergehende Gewährung eines Zugangs für internationale Hilfsorganisationen in die von Rebellen gehaltene Altstadt von Homs sowie den Abzug mehrerer Hundert Zivilisten, die dort monatelang unter Beschuss von Regierungstruppen ausharren mussten. Dazu wurde eine vorübergehende Waffenruhe ausgehandelt.

Erneuter Appell an Russland

Angesichts der praktisch ergebnislosen Syrien-Friedensgespräche forderten die USA Russland erneut auf, mehr Einfluss auf die Führung in Damaskus zu nehmen. Moskau spiele eine wichtige Rolle und müsse diese zugunsten der Verhandlungen nutzen.

«Die Russen müssen das syrische Regime mehr drängen als sie es bisher gemacht haben», sagte die Sprecherin des US-Aussenministeriums Marie Harf. «Es gibt einfach nicht viele Länder, die Einfluss auf das Regime in Damaskus haben.»

(sda/dbe)