Nach dem Skandal um Internet-Überwachung durch Geheimdienste hat sich US-Präsident Barack Obama am Donnerstag laut einem Medienbericht mit führenden Vertretern der Technologiebranche getroffen. Mit dabei gewesen seien Apple-Chef Tim Cook, Randall Stevenson vom Telekom-Riesen AT&T und der Internet-Miterfinder Vint Cerf, der inzwischen für Google arbeitet.

Das berichtete der Washingtoner Politikfachdienst «Politico» heute in Berufung auf anonyme Quellen. Es sei um die Online-Überwachung gegangen, hiess es ohne weitere Details.

Obama verteidigte Vorgehen

Die Internet-Unternehmen waren selbst in die Mühlen des Überwachungsskandals geraten. Die Enthüllungen des Ex-Geheimdienstlers Edward Snowden erweckten den Eindruck, dass vor allem der Abhördienst NSA nach Belieben in Nutzerdaten herumschnüffeln kann.

Die Internet-Firmen bestreiten vehement, Behörden direkten Zugang zu ihren Servern zu gewähren und fordern für sich mehr Freiraum. Sie wollen weitere Statistiken zu Anfragen nach Nutzer-Informationen veröffentlichen. Obama hatte das Vorgehen der NSA stets als legal und wichtig für die US-Sicherheit verteidigt.

(tno/muv/sda)