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Sicherheit
Oberster Grenzwächter fordert mehr Personal

Grenze: Bis zu 300 Personen extra fordert der oberste Grenzwächter. Keystone

Die Lage an der Schweizer Grenze ist nicht einfach: Das Grenzwachtskorps hat das Dispositiv kurzfristig hochgefahren, ist aber am Anschlag. Bis zu 300 Personen brauchen die Grenzschützer extra.

Veröffentlicht am 16.11.2015

Das Grenzwachtkorps (GWK) hat seit den Anschlägen in Paris sein Dispositiv kurzfristig hochgefahren. «Ich glaube, dass wir die aktuelle Lage so meisten können», sagt GWK-Chef Jürg Noth. Die Gefahr, dass Terroristen trotzdem einreisen könnten, sei jedoch real.

«Dieses Risiko besteht», sagte Noth am Montag in der Sendung «Rendez-vous» von Schweizer Radio SRF. Hauptgründe dafür seien die nicht mehr funktionierenden Aussengrenzkontrollen und die sehr mangelhaften Binnengrenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union.

Bis zu 300 Kräfte zusätzlich gebraucht

Das Grenzwachtkorps konzentriere sich momentan auf seine sicherheitspolitischen Aufgaben und auf Einsätze wegen der zunehmenden Migrationsströme. Es gebe beispielsweise verschiedene Fahndungsersuchen. Die Grenzwächter folgten dabei auch ihrem Bauchgefühl und ermittelten dort, wo sie das Gefühl hätten, erfolgreich zu sein.

«Wir haben keine Zeit für Nice-to-have-Dienstleistungen und müssen auf weniger prioritäre Aufgaben verzichten», sagte Noth. Er wiederholte seine Forderung an die Politik nach mehr Personal. «Wenn es finanzierbar ist, brauchen wir 200 bis 300 zusätzliche Arbeitskräfte.»

Lage unter Kontrolle

Zurzeit sei die Lage in der Schweiz unter Kontrolle. «Wenn sich die Situation aber verschärfen würde, dann brauchen wir Unterstützung von den Kantonen oder der Militärpolizei.»

(sda/ise/me)

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