Der New Yorker Bewegung Occupy Wall Street geht das Geld aus: Ein Finanzbericht der Gruppe zeigte, dass sie Anfang März noch über rund 45'000 Dollar auf ihrem Hauptkonto verfügte. Die wöchentlichen Spendeneinnahmen gingen auf etwa 1600 Dollar zurück.

Im Bericht, der auf der Website der Organisation erschien, hiess es, angesichts der derzeitigen Ausgaben werde den Demonstranten «in drei Wochen» das Geld ausgehen.

Occupy reagierte am Freitagabend nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Ein früheres Mitglied erklärte jedoch, der Bericht enthalte nicht alle Fakten.

Anti-Atom-Aktion auf dem Paradeplatz

Derweil meldete sich nach wochenlanger Funkstille die Occupy-Bewegung in Zürich mit einer Kundgebung auf dem Paradeplatz zurück. Im Vordergrund stand für einmal nicht die Geldpolitik, sondern der Ausstieg aus der Atomenergie.

Mit der Veranstaltung wolle man an die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima vor einem Jahr erinnern, sagte ein Aktivist von Occupy. Im Zentrum stand die Forderung nach einer sofortigen Abschaltung der beiden ältesten Schweizer Aktomkraftwerke Mühleberg und Beznau.

Dem Aufruf zur Kundgebung vor der Credit Suisse am Paradeplatz folgten rund 100 Personen. Sie wurden von zahlreichen Musikgruppen, Liedermachern und dem Kabarettisten Franz Hohler bei Laune gehalten.

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(tno/sda)