Vor kurzem attestierte OECD-Steuerchef Pascal Saint-Amans der Schweiz zwar Fortschritte in Steuerfragen. Allerdings kranke das Land immer noch an der Schwerfälligkeit des Politsystems, sagte der Franzose.

Diese Kritik könnte ein schlechtes Omen für das nächste OECD-Länderexamen sein. Denn diese Woche weilt eine hochrangige Delegation in Bern, um die Schweizer Wirtschaft auf Herz und Nieren zu durchleuchten. Anfang 2014 sollen die Befunde im Länderbericht der OECD publiziert werden, der jeweils im Zweijahres-Turnus erscheint. Marie Avet, Sprecherin des Staatssekretariats für Wirtschaft, bestätigt entsprechende Recherchen der «Handelszeitung».

Auf der Traktandenliste der «Policy Mission» der OECD stehen Gespräche mit über 40 Schweizer hochrangigen Exponenten aus Politik und Wirtschaft. Laut Avet umfassen die Themen «alles, was für die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz von Bedeutung ist». So versucht Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Pariser Funktionäre von seiner Wirtschafts- und Bildungspolitik zu überzeugen.

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Nationalbankpräsident Thomas Jordan erläutert die Geldpolitik. Ebenfalls befragt werden die Chefökonomen der beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse, Vertreter von Gewerkschaften und Arbeitgeberverband, dem Wirtschaftsdachverband Economiesuisse sowie der Bankiervereinigung.

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