Der österreichische Nationalrat hat grünes Licht für die Verschiebung der Präsidentenwahl gegeben. Nach massiven Problemen mit defekten Wahlkuverts wird die Alpenrepublik am 4. Dezember wieder an die Urnen gerufen, wie der Rat am Mittwoch beschied.

Ursprünglich sollte die Wiederholung der annullierten Stichwahl Anfang Oktober stattfinden. Schadhafter Leim auf den Wählerkarten hatte für das Innenministerium zu der notwendigen Verschiebung geführt. Der Klebstoff auf den Kuverts löste sich auf. Wenn die Kuverts nicht zugeklebt, sondern offen sind, wird eine abgegebene Stimme jedoch ungültig.

Mehr Wahlberechtigte

Der Nationalrat beschloss auch eine Aktualisierung der Wählerverzeichnisse. Jugendliche, die in den vergangenen Monaten 16 Jahre geworden sind, können auch ihre Stimme abgeben.

Der von den Grünen unterstützte Alexander Van der Bellen geht erneut mit dem Kandidaten der FPÖ, Norbert Hofer, ins Rennen. Van der Bellen siegte beim aufgehobenen zweiten Wahlgang mit knappem Vorsprung. Der Verfassungsgerichtshof hob die zweite Runde in einem einmaligen Vorgang wegen zahlreicher Auszählungsfehler auf.

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(sda/jfr)