Gegen eine Kaution von 125 Millionen Euro ist der ukrainische Oligarch Dmitri Firtasch wieder auf freiem Fuss. Das teilte das zuständige Gericht in Wien mit.

Die Freilassung des einflussreichen 48-jährigen Unternehmers hatte sich um mehrere Tage verzögert, weil das österreichische Bundeskriminalamt wegen des Verdachts auf Geldwäscherei zunächst die Herkunft der Kaution prüfte.

Österreich nicht verlassen

Firtasch ist einer der reichsten Ukrainer. Er verfügte insbesondere während der Amtszeit des abgesetzten Präsidenten Viktor Janukowitsch über grossen Einfluss. Er wurde in der vergangenen Woche aufgrund eines Haftbefehls aus den USA festgenommen und darf Österreich nicht verlassen.

Die US-Regierung fordert von Österreich die Auslieferung des Oligarchen. Eine Entscheidung darüber steht aus und könnte einige Wochen dauern.

FBI ermittelt seit 2006

Das FBI ermittelt seit 2006 gegen den Mann. Dem Unternehmer wird Bestechung und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Er selbst sieht hinter seiner Verhaftung ausschliesslich politische Gründe.

Firtasch galt als Hauptsponsor für Janukowitschs Sieg bei der Präsidentenwahl in der Ukraine 2010. Nach den Massenprotesten in Kiew war er nach Russland geflüchtet.

(sda/dbe/chb)