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Olympia-Sperre: Putin will sich für seine Sportler wehren

Russische Sportler an den Olympischen Spielen 2012: Viele waren gedopt. Keystone

Der Ausschluss der russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen sorgt in der Heimat für Empörung: Der Athleten-Verband will dagegen klagen. Auch Präsident Putin hat sich eingeschaltet.

Veröffentlicht am 18.06.2016

Russland will die sich wegen Dopingvergehen abzeichnende Sperre seiner Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio nicht hinnehmen. «Ich werde vor den Gerichtshof für Menschenrechte ziehen», erklärte die zweifache Stabhochsprung-Olympiasiegerin Jelena Isinbajewa am Freitag. Der russische Athleten-Verband teilte mit, eine Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof zu prüfen. Auch ein Sprecher von Präsident Wladimir Putin kündigte juristische Schritte an.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hatte zuvor die seit November 2015 wirksame Sperre für den nationalen russischen Verband wegen systematischen Dopings bestätigt. Kein Sportler unter russischer Flagge werde an den Spielen in Rio teilnehmen dürfen, hiess es. IAAF-Präsident Sebastian Coe sagte allerdings, einige russische Athleten könnten als «neutrale Wettkämpfer» in Rio dabei sein, wenn sie sich zuvor Doping-Tests in anderen Ländern unterzogen hätten.

Sportminister: Unschuldige werden bestraft

Der russische Sportminister Witaly Mutko kritisierte, der IAAF bestrafe unschuldige Athleten. Er hoffe, das Internationale Olympische Komitee (IOC) werde dies «irgendwie korrigieren». Das IOC kündigte für Samstag eine Telefon-Konferenz zu dem Thema an.

(reuters/mbü)

 

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