Schnäppchenjäger, die im Internet auf der Suche nach preiswerten Weihnachtsgeschenken sind, müssen sich in Acht nehmen: Der Bund warnt vor betrügerischen Onlineshops. Überdurchschnittlich viele Leute erhielten in letzter Zeit ihre bestellte - und oft schon bezahlte - Ware nicht.

Die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) erhält zur Weihnachtszeit vermehrt Meldungen von Bürgern, die Internetbetrügern ins Netz gegangen sind. Oft werde der Artikel bestellt und sofort bezahlt, ohne die Seriosität des Anbieters zu überprüfen, heisst es in einem Communiqué.

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Schweizer Kunden im Visier

Damit Online-Schnäppchenjäger am Weihnachtsfest nicht ohne Beute unter dem Baum stehen, sei Vorsicht geboten, warnt die KOBIK. Die grosse Mehrheit der betrügerischen Internetshops werde aus dem Ausland betrieben, sei zum Teil aber gezielt für Schweizer Kunden konzipiert.

Dabei gehen die Betrüger clever vor: Laut KOBIK wird das Design oftmals von real existierenden Onlineshops kopiert, um vertrauenswürdig zu erscheinen. Für den Normalbenutzer sei es dadurch schwierig, zwischen seriösen und dubiosen Anbietern zu unterscheiden.

Die KOBIK empfiehlt, vor dem Onlineeinkauf den Namen des Shops bei einer Suchmaschine einzugeben, um sich ein gutes Bild von der Seriosität des Anbieters zu machen. Denn: Shops mit kriminellem Vorsatz würden in der Onlinegemeinschaft schnell an den Pranger gestellt, um dadurch andere Kunden zu warnen.

Ferner helfe ein kurzer Preis- und Sortimentsvergleich mit anderen Shops beim Erkennen möglicher betrügerischer Seiten. So könnten beispielsweise übertrieben tiefe Schnäppchenpreise verdächtig sein.

(sda/jev)