1. Home
  2. Politik
  3. «Opfer»: Romney wettert gegen 47 Prozent der Wähler

«Opfer»: Romney wettert gegen 47 Prozent der Wähler

Um die 47 Prozent «Opfer» macht sich Romney keine Sorgen. (Bild: Keystone)

Ob das ein kluger Schachzug war? Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat Wähler von US-Präsident Barack Obama als «Opfer» bezeichnet.

Veröffentlicht am 18.09.2012

Mitt Romney attackiert die Obama-Wähler: «47 Prozent der Menschen werden für den Präsidenten stimmen, egal was passiert», sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat  vor wohlhabenden Spendern. «47 Prozent sind auf seiner Seite, sind abhängig von der Regierung, glauben, dass sie Opfer sind, dass die Regierung verpflichtet ist, sich um sie zu kümmern, dass sie Anspruch haben auf eine Gesundheitsfürsorge, auf Lebensmittel, Wohnung, was auch immer.»

Das zeigt ein Video, das das US-Magazin «Mother Jones» entdeckte. Er könne sich über die Leute keine Gedanken machen, so Romney darin weiter. «Ich werde sie nie überzeugen, dass sie Verantwortung übernehmen und sich um ihr eigenes Leben kümmern müssen.»

«Nicht elegant formuliert»

Auf einer rasch einberufenen Pressekonferenz am Montagabend räumte Romney ein, seine Kommentare seien nicht elegant formuliert gewesen. Er habe aus dem Stegreif gesprochen. Er forderte, das vollständige Video müsse im Internet gezeigt werden und nicht nur Ausschnitte.

Er entschuldigte sich nicht, bemühte sich aber um eine Klarstellung. «Natürlich will ich allen Amerikanern helfen», erklärte er. Seine Botschaft sei, dass die Einstellung des Präsidenten attraktiv sei für Menschen, die keine Steuern zahlten. Er dagegen wolle Steuern senken und erreiche damit eher die Mittelklasse.

(laf/aho/tno/sda)

Anzeige