Der Schweizer Telekomanbieter Orange hat in den ersten neun Monaten mehr eingenommen: So stieg der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozent auf 956 Millionen Franken, beim operativen Umsatz waren es +4,4 Prozent auf 897 Millionen Franken. Der bereinigte EBITDA kam bei 292 Millionen (+11 Prozent) zu liegen, die entsprechende Marge erreichte 31 Prozent nach 26 Prozent im Vorjahr.

Positiv entwickelte sich auch die Kundenzahl: Sie nahm um 4,2 Prozent bzw. 66'000 auf 1,65 Millionen zu, der Anteil der Abokunden stieg auf 63 Prozent von 62 Prozent. Ebenso habe sich die Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität erhöht, was sich in einer klaren Reduktion der Wechselrate bei den Abokunden widerspiegle, teilte der Telekom-Konzern am Mittwoch mit. Diese sank nämlich im Berichtszeitraum auf 17,9 Prozent (VJ 19,4 Prozent). Beim Umsatz pro Kunde und Monat (ARPU) von 56,30 Franken (+2,3 Prozent) führe man den Schweizer Mobilfunkmarkt weiterhin an, heisst es.

Das Wachstum zeige, dass es für eine auf Mobilfunk fokussierte Anbieterin wie Orange Schweiz immer noch ein «grosses und vielversprechendes Potenzial für eine starke Entwicklung» gebe. «Ich werde alles daran setzen, die positiven Trends aufzunehmen und weiter voranzutreiben, um Orange Schweiz mit ihrem Marktanteil nach Umsatz erneut auf eine klare Nummer-2-Position im Schweizer Mobilfunkmarkt zu bringen», lässt sich der neue CEO von Orange Schweiz, Johan Andsjö, in der Mitteilung zitieren.

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Wie es weiter heisst, will Orange Schweiz die vierte Mobilfunkgeneration 4G/LTE am 1. Juni 2013 in zehn Städten lancieren. Die Konkurrentin Swisscom will damit bereits am (morgigen) Donnerstag starten. Im Rahmen des im Jahr 2010 gestarteten Investitionsprogramms investiert Orange Schweiz den Angaben zufolge über 700 Millionen Franken in die Modernisierung und den weiteren Ausbau ihres Mobilfunknetzes unter anderem auch mit der 4G-Kommerzialisierung.

(tke/chb/awp)