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Geldwäsche
Panama setzt Kommission für Finanzsektor ein

Panama: Unruhige Gewässer Keystone

Panama will die in Verruf gekommenen Finanzpraktiken im Land von einer unabhängigen Kommission untersuchen lassen. Ziel sei es, für mehr Transparenz zu sorgen.

Veröffentlicht am 07.04.2016

Panama will die in Verruf gekommenen Finanzpraktiken im Land von einer unabhängigen Kommission untersuchen lassen. Dem Gremium sollen nach Angaben von Präsident Juan Carlos Varela einheimische und ausländische Experten angehören.

Es gehe um eine Bewertung und Vorschläge, die dann mit anderen Ländern diskutiert würden, sagte Varela in einer Fernsehansprache. Ziel sei es, für mehr Transparenz zu sorgen. «Wir sind ein ernsthaftes Land, das sich an internationales Recht hält und mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeitet.» Namen möglicher Mitglieder nannte er nicht.

Reaktion auf peinliche Enthüllungen

Die Ankündigung ist eine Reaktion auf die sogenannten Panama Papers. Medien haben enthüllt, dass eine Kanzlei aus Panama Briefkastenfirmen für zahlreiche Prominente aufgesetzt hat. Diese können für Geldwäscherei und Steuerhinterziehung genutzt werden.

Viele Regierungen haben Ermittlungen angekündigt. In Island ist Ministerpräsident Sigmundur David Gunnlaugsson über die Affäre gestürzt.

(sda/chb)

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