Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papadimos will am Montag (14. Mai) mit den Chefs der griechischen Parteien diskutieren, ob das Land am folgenden Tag seine Schulden bedienen soll. Das schreibt die «NZZ am Sonntag».

Es geht um die Rückzahlung einer Staatsanleihe in Höhe von 435 Millionen Euro, die am Dienstag (15. Mai) fällig wird. Eine Zahlungsverweigerung käme einem Staatsbankrott gleich. Eigentlich ist die Transaktion ein Routinevorgang.

Ausnahmsweise wolle Papadimos jedoch eine einvernehmliche Entscheidung, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person in Athen der Zeitung. Grund sei der «neuwahlbedingte Schwebezustand» und die Tatsache, dass bald höhere Beträge fällig werden.

Finanzminister Filippos Sachanidis soll sich für die Ausführung der Zinszahlung ausgesprochen haben. Die Diskussionen über die Schuldenbegleichung zeigen, dass das Schicksal Griechenlands am seidenen Faden hängt.

(aho)