Der französische Staat sichert sich mehr Einfluss bei der Fluggesellschaft Air France-KLM. Der Anteil sei um 1,7 Prozent aufgestockt worden, teilte die Regierung am Freitag mit. Die Kosten dafür belaufen sich auf bis zu 45,9 Millionen Euro. Der Staat war bislang schon mit 15,9 Prozent an der französisch-niederländischen Airline beteiligt.

Hintergrund des Zukaufs ist ein Gesetz, das Frankreich 2014 zum Schutz heimischer Industrie-Standorte einführte: Es räumt Investoren ein Doppelstimmrecht ein, die Aktien im eigenen Namen erwerben und diese mindestens zwei Jahre lang halten. Aktionäre können aber auf Hauptversammlungen mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit die Rückkehr zum Einstimmrecht pro Aktie beschliessen.

Renault verlor gegen Paris

Die Regierung hatte deshalb erst jüngst ihren Anteil an Renault kurzfristig aufgestockt. Damit war es ihr gelungen, einen entsprechenden Antrag auf der Hauptversammlung abzuwehren und ihren Einfluss zu sichern. Damit setzte sich der Staat über den Widerstand des Renault-Vorstands hinweg, der verhindern wollte, dass langjährige Aktionäre künftig doppeltes Stimmrecht erhalten.

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(sda/ise/hon)