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Paris will herkömmliche Autos bis 2030 loswerden

Stau in Paris: Bald ein Bild der Vergangenheit? Keystone

Die französische Hauptstadt will zunächst Dieselautos und danach auch Benziner verbannen. Mittel- bis langfristig plant die Verwaltung eine CO2-neutrale Stadt. Doch es gibt Widerstände.

Veröffentlicht am 12.10.2017

Paris will bis 2030 alle herkömmlichen Autos aus der Stadt verbannen. Laut einem am Donnerstag vorgestellten Luftschutzplan der Verwaltung sollen bereits ab 2024 keine Dieselfahrzeuge mehr fahren, ab 2030 sollen die Benziner folgen.

Ziel sei, Paris «mittel- und langfristig zu einer CO2-neutralen Stadt zu machen», erklärte die Stadtverwaltung. Damit will sie Vorgaben der französischen Regierung deutlich früher umsetzen als geplant. Umweltminister Nicolas Hulot hatte im Juli angekündigt, bis 2040 den Verkauf von Dieselautos und Benzinern stoppen zu wollen.

Rasches Handeln nötig

Der für Verkehr zuständige Stadtbeauftragte Christophe Najdovski sagte dem Radiosender Franceinfo, ein Ausstieg bereits zehn Jahre früher sei machbar. Mehrere Autohersteller hätten ein Ende der Herstellung von Dieselfahrzeugen angekündigt und setzten zunehmend auf Elektroautos. Zudem mache der Klimawandel ein rasches Handeln nötig.

Im Luftschutzplan weist die Pariser Verwaltung darauf hin, dass bisher keine Fahrverbote ab 2030 geplant sind. Dennoch handle es sich um einen «Kurs, der glaubwürdig und nachhaltig scheint».

Umstrittene Bürgermeisterin

Die sozialistische Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, ist wegen ihrer Verkehrsplanung bei Autofahrern ohnehin umstritten. Unter anderem hat sie die Uferstrassen an der Seine sperren lassen, sie sind nur noch für Fussgänger und Velofahrer zugänglich.

(sda/gku/moh)

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