Die politischen Parteien Zyperns haben sich auf die Bildung eines Fonds zur Rettung vor dem Staatsbankrott geeinigt. Dies teilte das Büro des zyprischen Präsidenten Nikos Anastasiades nach einer mehrstündigen Sitzung mit den Parteivorsitzenden mit.

Zypern muss für ein internationales Sanierungspaket der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) eine Eigenleistung von 5,8 Milliarden Euro erbringen. Anastasiades stellte den Parteivorsitzenden dazu eine neue Version des Rettungsprogramms vor.

Der stellvertretende Vorsitzende der konservativen Demokratischen Gesamtbewegung (DISY), Averof Neofytou, erklärte anschliessend, er sei «zurückhaltend optimistisch», dass es bald eine Lösung geben werde. Das Parlament sollte am Donnerstagabend regulär tagen, es war aber unklar, ob das Haus das neue Gesetz zur Rettung Zyperns erörtern und darüber abstimmen würde.

Rettungsplan neue Details

Aus Kreisen der Parteien hiess, sie wollten noch über die Details des neuen Rettungsplans beraten. Zudem müsste auch die Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank (EZB) und IWF grünes Licht dafür geben.

Neofytou sagte dazu, er gehe nicht davon aus, dass es am Donnerstag zu einer Abstimmung komme. Der Chef der kleinen Europäischen Partei, Dimitris Syllouris, sagte, es werde keine Zwangsabgabe auf Bankeinlagen geben.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Vormittag in Frankfurt mitgeteilt, dass sie ihre Nothilfe für zyprische Banken nur noch bis kommenden Montag garantieren wird. Danach sollen nur noch dann Mittel fliessen, wenn ein Rettungsplan von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Kraft ist, der die Solvenz der Banken sichert.

Die zwei grössten Banken Zyperns sollen faktisch zahlungsunfähig sein. Die EZB hält das Finanzsystem bislang mit Notkrediten am Laufen.

(tke/sda)