Ein britisches Passagierflugzeug ist Medienberichten zufolge im August beim Landeanflug im ägyptischen Scharm el-Scheich knapp einem Raketeneinschlag entgangen. Die britische Regierung bestätigte den Vorfall und geht von einem Zusammenhang mit einer Übung der ägyptischen Armee aus.

Es habe sich nicht um einen absichtlichen Angriff gehandelt, hiess es am Samstag von Seiten der britischen Regierung. Es sei wahrscheinlich, dass ein Zusammenhang mit Routine-Übungen des ägyptischen Militärs bestehe.

Ausweichmanöver des Piloten

«Wir haben den berichteten Zwischenfall damals untersucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass es sich nicht um einen gezielten Angriff handelte», sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. In Regierungskreisen hiess es zudem, die Rakete sei nicht so nah an die Maschine herangekommen wie der Zeitungsbericht suggeriere.

Die britische Boulevardzeitung «Daily Mail» berichtete, die Rakete sei bis auf 300 Meter an die Maschine herangekommen. Der Pilot eines Flugs der der britischen Linie Thomson Airways sei ein Ausweichmanöver geflogen, nachdem er die auf das Flugzeug zukommende Rakete entdeckt habe. Die über 180 Passagiere des Fluges seien über den Zwischenfall nicht informiert worden. Auch die britische Tageszeitung «Guardian» meldete den Luftzwischenfall.

Länder verhängen Flugverbot

Nach dem Absturz eines in Scharm el-Scheich gestarteten russischen Verkehrsflugzeugs stoppten Grossbritannien und auch andere Länder alle Flüge in den Ferienort am Roten Meer. Es wird vermutet, an Bord der Maschine sei eine Bombe explodiert. Zehntausende russische, britische und andere Touristen werden seit Freitag nach und nach heimgeflogen.

(sda/dbe)