Die CVP hat ihren ersten Bundesratskandidaten für die Nachfolge von Doris Leuthard: Der Zuger Ständerat und Alt-Regierungsrat Peter Hegglin will kandidieren. Er habe die Entscheidung nach reiflicher Überlegung getroffen, wird der 57-Jährige in der "Zentralschweiz am Sonntag" und der "Ostschweiz am Sonntag" zitiert. Er habe 30 Jahre Erfahrung in Exekutive und Legislative, auf Gemeinde-, auf Kantons- und auf Bundesebene, sagte der Mitte-Rechts-Politiker in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". Er sei gut vernetzt und ein Brückenbauer. "Ich könnte einen Beitrag leisten, damit die zunehmende Polarisierung in der Politik zurückgefahren werden kann." Hegglin ist seit 2015 Ständerat. Zuvor war der gelernte Landwirt dreizehn Jahre Finanzdirektor des Kantons Zug. Der in Menzingen wohnhafte Politiker ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. "Ich würde gern mit einer Frau antreten", sagte er der "NZZ am Sonntag". Seiner Meinung nach könne man von der CVP aber nicht verlangen, dass die Partei ein reines Frauenticket portiere. "Wir hatten zwölf Jahre lang eine äusserst erfolgreiche Frau im Bundesrat." Die Bundesrats-Ersatzwahlen finden am 5. Dezember statt. Sie werden nötig, weil Doris Leuthard (CVP) und Johann Schneider-Ammann (FDP) auf Ende Jahr vor Ablauf der ordentlichen Amtsperiode zurücktreten. Kronfavoritin bei der FDP ist die St. Galler Ständerätin Karin Keller-Sutter.

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