Die Piratenpartei Schweiz hat den bisherigen Vizepräsidenten Alexis Roussel zum neuen Präsidenten ad interim bestimmt. Thomas Bruderer war zuvor zurückgetreten, nachdem die Generalversammlung gegen eine Delegiertenversammlung votiert hatte.

Mit Bruderer zusammen nahm auch Vizepräsident Joseph Doekbrijder den Hut, wie die Partei mitteilte. Die beiden waren seit knapp einem Jahr im Amt. Sie traten nach Parteianlagen wegen der deutlichen Ablehnung der Einführung einer Delegiertenversammlung zurück.

Dem neuen Präsidenten Roussel aus Genf stehen bis zur nächsten Generalvesammlung Marc Wäckerlin, Gemeinderat in Winterthur, und Fabien Wulff-Georges aus Nyon als Vizepräsidenten zur Seite.

Neben den Personaltraktanden schloss sich die Piratenpartei dem Verein «Nein zum Angriff auf die Fristenregelung» an. Der Verein macht gegen die Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» Front. Zudem ergänzte die Partei ihr Positionspapier zum Urheberrecht.

Anders als in Deutschland blieben der Piratenpartei in der Schweiz politische Erfolge weitgehend verwehrt.

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(chb/sda)