Die russische Armee habe ihre Gefechtsbereitschaft in der Grenzregion zur Ukraine wiederhergestellt, sagte Aussenminister Radoslaw Sikorski dem Sender TVN24. Es stünden dort mehrere Bataillone bereit. Diese sollten entweder «nur Druck ausüben. Oder einmarschieren», erklärte er. Auf die Frage des Senders, welche der beiden Möglichkeiten gewählt werde, sagte Sikorski: «Wir werden sehen. Wir werden es sehr bald wissen.»

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An der US-Börse sorgten die Äusserungen des Ministers im späten Handel für Unruhe. Die wichtigsten Indizes bauten ihre Verluste aus. Der Westen und die Regierung in Moskau streiten bereits länger über die Grösse und Zusammensetzung der russischen Verbände im Grenzgebiet. Die Ukraine kämpft gegen prorussische Rebellen im Osten des Landes.

Bis zu 21'000 Soldaten

Der Westen wirft Russland ebenfalls vor, eine «gefechtsbereite Streitmacht» an der Grenze zum krisengeschüttelten Nachbarland zusammengezogen zu haben. Bis zu 21'000 Soldaten habe Moskau dort in den vergangenen Wochen aufmarschieren lassen, berichtete die amerikanische Tageszeitung «New York Times» unter Berufung auf westliche Regierungsvertreter. Russland habe Infanterie, Artillerie und Luftabwehr an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen.

Mit dem Aufmarsch könnten russische Einheiten mit wenig Vorwarnung grenzüberschreitend aktiv werden, hiess es. Die Ukraine sprach sogar von 45'000 russischen Soldaten an ihrer Grenze. Aus Moskau gab es dazu zunächst keinen Kommentar.

(reuters/sda/se)