Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat keine Auswirkungen auf die Sicherheitsmassnahmen am World Economic Forum 2017 im Januar in Davos. Diese sind bereits seit den Anschlägen von Paris im November 2015 verschärft.

Die Bedrohungslage habe sich trotz des Anschlages in Berlin gegenüber dem WEF 2016 nicht verändert, erklärte Walter Schlegel, Kommandant der Bündner Kantonspolizei, im Interview mit der «Südostschweiz». «Es ist praktisch die gleiche Ausgangssituation», sagte der WEF-Sicherheitschef. Die Bedrohungslage in Europa und der Schweiz sei nach wie vor erhöht. Es gebe aber keine konkreten Anzeichen für geplante Anschläge in der Schweiz.

Höhere Kosten

Das Sicherheitsdispositiv in Davos ist «sehr stark» auf die Verhinderung von Terrorakten ausgerichtet, wie Schlegel erklärte. Nach den Anschlägen von Paris wurde auf die Bedrohung durch Einzeltäter, insbesondere Selbstmordattentäter, reagiert. Eine der Massnahmen ist die verstärkte Präsenz von Polizeipatrouillen, die zudem mit Maschinenpistolen aufgerüstet sind. Weitere Vorkehrungen sind für die Öffentlichkeit unsichtbar.

Die ausgebauten Sicherheitsmassnahmen schlugen sich am letzten WEF in den Kosten nieder. Mit etwas über neun Millionen Franken kostete die Sicherheit in Davos rund 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Für dieses Jahr rechnen die Verantwortlichen mit vergleichbaren Kosten.

(sda/ise)

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