Polen hat den diesjährigen Tag der Armee mit einer grossen Parade begangen. Gut 1000 Soldaten marschierten am Samstag durch Warschau, Panzer rollten durch die Strassen, und Kampfjets zeichneten die Landesfarben in den Himmel.

Präsident Andrzej Duda mahnte angesichts des Ukraine-Konflikts eine Modernisierung der Streitkräfte an, wie die Agentur PAP berichtete. Von der Nato forderte der nationalkonservative Politiker eine «greifbare» und «reale» Präsenz an der Ostflanke des Bündnisses ein.

US-Stützpunkte in Polen

Er denke dabei an eine feste militärische Infrastruktur und gemeinsame beziehungsweise US-amerikanische Stützpunkte in Polen. Der Nationalfeiertag erinnert an den Sieg über die angreifende Sowjetarmee in der Schlacht von Warschau im August 1920.

In einem Radiointerview sprach sich Duda zudem für eine neue Verfassung aus. Die bestehende aus dem Jahr 1997 stamme noch aus der Zeit vor dem Nato- und EU-Beitritt Polens. Dabei könne auch die Rolle des vom Volk gewählten Präsidenten neu definiert werden. «Der Präsident hat in Polen relativ wenig Befugnisse», kritisierte der vor anderthalb Wochen angetretene Duda.

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(sda/chb)