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Politiker angeblich von Zyperns Banken bevorteilt

Eine Filiale der Bank of Cyprus: Für zyprische Politiker soll das Geld etwas zu freizügig gesprudelt sein. (Bild: Keystone)

Nicht genug damit, dass Zyperns zwei grösste Banken gerettet werden müssen. In den guten Zeiten sollen sich die Institute Politikern gegenüber etwas zu grosszügig gezeigt haben.

Veröffentlicht am 30.03.2013

Die zyprische Staatsanwaltschaft geht Medienberichten nach, wonach zahlreiche Politiker und Unternehmer des Inselstaates Kredite von zyprischen Banken erhalten und diese nur zum Teil oder gar nicht zurückgezahlt haben sollen. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gestern der Nachrichtenagentur dpa sagte, würden die Vorwürfe in den kommenden Tagen geprüft. «Vorerst gibt es jedoch keine Anklage.»

Eine griechische Boulevardzeitung und ein griechisches Internet-Nachrichtenportal hatten eine Liste mit Namen von Politikern veröffentlicht, die zwischen 2007 und 2012 Darlehen von den zwei in Schieflage geratenen Banken Bank of Cyprus und Laiki Bank erhalten haben sollen.

Im staatlichen Fernsehen (RIK) bestätigte auch der zyprische Generalstaatsanwalt Petros Klerides die Untersuchungen. «Wir werden uns ab Dienstag mit den Veröffentlichungen befassen. Weitere rechtliche Schritte gibt es bislang nicht», sagte er. Viele der Beschuldigten wiesen die Vorwürfe zurück.

(jev/awp)

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