Bei der Landtagswahl in Oberösterreich hat die rechtspopulistische FPÖ ihren Stimmanteil verdoppelt. Mit einem Ergebnis von 30,4 Prozent der Stimmen landete die Freiheitliche Partei (FPÖ) am Sonntag auf Platz zwei hinter der konservativen ÖVP, die auf 36,4 Prozent kam und damit deutlich Federn lassen musste.

Die Rechtspopulisten hatten im Wahlkampf mit scharfen Tönen in der Asylpolitik Stimmung gemacht und trafen damit offenbar den Nerv vieler Wähler. Drittstärkste Kraft wurde mit 18,4 Prozent der Stimmen die sozialdemokratische SPÖ.

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Fokus Flüchtlingskrise

In der Wahl sei es nicht um Oberösterreich gegangen, sondern allein um die Flüchtlingskrise, sagte der oberösterreichische ÖVP-Vorsitzende Josef Pühringer dem Fernsehsender ORF. Zehntausende Flüchtlinge haben sich in den vergangenen Wochen ihren Weg aus Kriegsregionen wie Syrien über die Balkan-Route nach Österreich gebahnt. Allein am Samstag kamen mehr als 12.000 Migranten über die ungarische Grenze in die Alpenrepublik. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der im nächsten Monat für das Amt des Wiener Bürgermeisters kandidiert, hatte sich unter anderem dafür ausgesprochen, einen Grenzzaun zu errichten, um den Flüchtlingszustrom zu bremsen.

(reuters/chb/ama)