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Konflikt
Poroschenko reist verfrüht vom WEF ab

Petro Poroschenko beendet seinen Schweiz-Besuch vorzeitig: Der ukrainische Präsident wird noch heute in die Heimat zurückkehren. Am Nachmittag ist seine Rede am WEF eingeplant.

Veröffentlicht am 21.01.2015

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bricht seinen Aufenthalt am Weltwirtschaftsforum WEF in Davos vorzeitig ab. Er werde am Mittwoch in die Ukraine zurückkehren, weil sich die Situation im Osten des Landes verschlimmert habe, teilte sein Sprecher am Dienstagabend auf Facebook mit. Die Rede Poroschenkos am Nachmittag wird am WEF mit Spannung erwartet.

Der Generalstabschef und der Verteidigungsminister der Ukraine hatten zuvor dem Präsidenten einen Bericht zur «Situation beim Flughafen Donezk und bei den Sperren Nummer 29 und 31» übergeben, sagte der Sprecher Swiatoslaw Zegolko. «Wegen der Verschlimmerung der Situation hat sich der Präsident entschieden, seinen Besuch in der Schweiz zu verkürzen und morgen in die Ukraine zurückzukehren.»

Neue Vorwürfe gegen Russland

Er gab zudem bekannt, dass sich der Sekretär des Sicherheitsrates und der nationalen Sicherheit am Mittwoch in die Kampfzone begeben werde. Die Ukraine beschuldigt Russland, seine Truppen am Dienstag im separatistischen Osten des Landes direkt angegriffen zu haben. Russland wies neue Vorwürfe einer Verlegung von Truppen und Waffen in die ostukrainische Konfliktregion Lugansk zurück.

Im Kampf gegen prorussische Separatisten hat die Ukraine nach Regierungsangaben mit einer Teilmobilmachung von zusätzlich bis zu 50'000 Mann begonnen. Soldaten, die bereits lange im Einsatz gegen die Aufständischen im Osten des Landes sind, sollen durch Reservisten ersetzt werden. Dies teilte am Dienstag das Verteidigungsministerium am Dienstag in Kiew mit. Die Aufständischen und die Führung in Moskau kritisieren diese massive Verstärkung der Armee scharf. Beobachter befürchten eine weitere Eskalation der Lage.

(sda/me/ise)

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