In der Sowjetrepublik Tadschikistan in Zentralasien hat die Präsidentenwahl begonnen. Sie soll den seit 21 Jahren mit harter Hand regierenden Staatschef Emomali Rachmon für weitere sieben Jahre im Amt bestätigen. Die Opposition ist nicht zugelassen.

Die Wahllokale im Hochgebirgsland, das unter anderem an Afghanistan und China grenzt, öffneten um 6 Uhr Ortszeit (2 Uhr MEZ). Mehr als vier Millionen Wahlberechtigte sind im islamisch geprägten Land zur Wahl aufgerufen.

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Der 61-jährige Rachmon wird von fünf Mitbewerbern unterstützt. Die regierungsnahen Politiker gelten als reine Zählkandidaten.

Opposition boykottiert Wahl

Die Opposition bestehend aus der Partei der Islamischen Wiedergeburt und der Sozialdemokratischen Partei hat zu einem Wahlboykott aufgerufen. Ihre Kandidatin, die Menschenrechtlerin Ojnichol Bobonasarowa, hatte aus formellen Gründen keine Zulassung erhalten.

Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben bisher noch keine Abstimmung in dem auf Entwicklungshilfe angewiesenen Staat als demokratisch anerkannt.

Die Wahllokale schliessen am Mittwoch um 16 Uhr MEZ.

(sda/chb/rcv)