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Plagiat
Präsidentschaftskandidatin Le Pen klaut bei Fillon

Marine Le Pen: Begrenzte Vorstellungskraft. Keystone

Frankreichs Kandidatin Marine Le Pen scheut nicht davor zurück, mit Plagiaten Wahlkampf zu machen. Am 1. Mai kupferte sie beim gescheiterten Kandidaten François Fillon ab.

Veröffentlicht am 02.05.2017

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen scheut nicht davor zurück, mit Plagiaten Wahlkampf zu machen. In ihrer Wahlkampfrede am Maifeiertag kupferte sie beim gescheiterten Präsidentschaftskandidaten François Fillon ohne Umschweife ab.

Mindestens vier Passagen aus eine Rede, die dieser am 15. April hielt, fanden sich fast wortgleich in Le Pens Rede wieder. In den Passagen ging es um Frankreichs grosse Bedeutung hinsichtlich seiner Geografie und seiner Sprache sowie um einen möglichen Sonderweg, den Frankreich im 21. Jahrhundert gehen könne.

Nicht so «verbissen»

Angesprochen auf das Plagiat sagte der stellvertretende Vorsitzende von Le Pens Front National, Florian Philippot, «mit einem Augenzwinkern» sei eine «kurze rührende Passage» aus einer Rede über Frankreich übernommen worden. Le Pen sei da nicht so verbissen.

Die Rechtspopulistin, die Frankreich aus der EU brechen und den Euro in Frankreich abschaffen will, tritt am kommenden Sonntag in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl gegen den proeuropäischen Reformpolitiker Emmanuel Macron an. Umfragen zufolge geht Macron als Favorit in die Stichwahl.

(sda/chb/gku)

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