Trotz der von der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgelösten Geldschwemme steigen die Preise in der Eurozone kaum. Sie legten im Oktober zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent zu, wie das Europäische Statistikamt am Montag in Brüssel mitteilte.

In einer ersten Schätzung war es von stagnierenden Preisen ausgegangen. Im September waren sie noch um 0,1 Prozent gesunken.

EZB will handeln

Insbesondere die gesunkenen Energiekosten dämpfen die Inflation. Heizöl verbilligte sich im Oktober zum Vorjahr um fast ein Viertel, Sprit immerhin um 13,5 Prozent. Gemüse (plus 9,4 Prozent) und Früchte (plus 6,2 Prozent) verteuerten sich hingegen.

Dennoch ist die EZB meilenweit von ihrem Ziel einer Teuerungsrate von knapp zwei Prozent entfernt, die als ideal für die Konjunktur gilt. EZB-Chef Mario Draghi hat signalisiert, dass die EZB die Geldflut im Dezember ausweiten könnte.

(sda/ise)