Nach der Ankündigung der Privatbanken Pictet und Lombard Odier, ihre Rechtsform zu ändern, stehen die Privatbankiers vor der Frage, ob sie ihren Verband VSPB in der heutigen Form aufrecht erhalten können.

Gemäss heutigen Statuten müssten Pictet und Lombard Odier den Verband verlassen, sobald sie keine Personengesellschaften mehr sind. Damit würde der Verband über den grössten Teil seines Einflusses und seiner finanziellen Mittel verlieren. Bankiers fordern daher, die Statuten zu lockern. Gegenüber der Zeitung «Der Sonntag» sagt Verbands-Vizepräsident Christoph Gloor, «alle Optionen» seien offen.

Zunehmend wird auch die Frage gestellt, ob die Privatbankiers nicht mit dem Verband der Handels- und Verwaltungsbanken (VHV) fusionieren könnten, in dem zahlreiche frühere Privatbanken oder andere Banken mit der Rechtsform der Aktiengesellschaft organisiert sind. «Das würde die Privatbanken insgesamt stärken», sagt Stefan Knöpfel von der Basler VHV-Bank Dreyfus. Gegenüber dem «Sonntag» signalisiert VHV-Sekretär Gerog Hess Gesprächsbereitschaft. Die Frage einer Fusion würde jetzt wohl «neu lanciert.»

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(tke)