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Konkurs
Puerto Rico will Staatsfirmen in die Pleite schicken

Eine Demo von Puerto Ricanern: Das Land ist hoch verschuldet.  Keystone

Das US-Territorium Puerto Rico sucht einen Ausweg aus der Schuldenfalle: Die Inselnation will ihre Staatsfirmen in den Konkurs schicken. Doch dafür müssen US-Richter einwilligen.

Veröffentlicht am 22.08.2015

Das hoch verschuldete US-Territorium Puerto Rico bemüht sich vor dem Obersten Gerichtshof in den USA um die Möglichkeit, seine Staatsunternehmen in ein geordnetes Insolvenzverfahren schicken zu können.

Es geht darum, die Entscheidung einer unteren Distanz von Februar aufzuheben, die die Restrukturierung von Staatskonzernen verhindert, wie aus dem am Freitag eingereichten Antrag für eine Überprüfung durch den Obersten Gerichtshof hervorgeht.

Ein «Niemandsland»

Diese mache aus Puerto Ricos Firmen ein «Niemandsland», weil weder US-Recht noch die Gesetze der Insel einen Umbau ermöglichten. Damit seien Puerto Rico und seine 3,5 Millionen US-Bürger vom Erbarmen der Gläubiger abhängig.

Puerto Ricos Gouverneur Alejandro Garcia Padilla hatte im Juni zur Überraschung von Investoren erklärt, das Territorium werde die Staatsschulden in Höhe von 72 Milliarden Dollar - etwa ein Fünftel der von Griechenland - nicht begleichen können und benötige eine Umschuldung. Rund 45 Prozent der Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Wirtschaftsleistung der Insel schrumpft seit Jahren.

(sda/mbü)

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