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Krim-Krise
Putin signalisiert Krimtataren Entgegenkommen

Eine Krimtataren-Familie im Dorf Tenistoje gibt ein Interview.   Keystone

Wladimir Putin ist weiter bemüht auf der Krim für gutes Wetter zu sorgen. Jetzt umschwänzelt der russische Präsident die Krimtataren.

Veröffentlicht am 01.04.2014

Nach der Angliederung der Krim an Russland will der russische Präsident Wladimir Putin die Minderheit der Krimtataren für sich gewinnen. Unter anderem sprach sich Putin am Dienstag für die vollständige Rehabilitierung der muslimischen Minderheit als «Opfer Stalins» aus.

Er werde dafür sorgen, dass alle offenen Fragen angegangen würden, sagte Putin in einem vom Fernsehen übertragenen Gespräch mit dem Präsidenten der autonomen russischen Republik Tatarstan, Rustam Minnichanow, nach dessen Rückkehr von der Krim. Gleichzeitig versprach er Investitionen in die «soziale Infrastruktur» für die Krimtataren, etwa in Schulen und Kindergärten.

Das muslimische Turkvolk der Krimtataren macht mit rund 300'000 Mitgliedern zwölf Prozent der Bevölkerung der Schwarzmeerhalbinsel aus. Unter Stalin wurden die Krimtataren als «Nazi-Kollaborateure» verfolgt und zwangsumgesiedelt.

Erst zum Ende der Sowjetunion durften sie in ihre Heimat zurückkehren, doch warten sie bis heute auf ihre Rehabilitierung und damit auch auf Entschädigungen. Die Eingliederung der Krim in die Russische Föderation lehnen sie aufgrund ihrer historischen Erfahrung vehement ab.

(sda/tke)

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