Russland und Griechenland wollen bis November einen Fahrplan für die weitere Vertiefung ihrer wirtschaftlichen Zusammenarbeit aufstellen. Das beschlossen der russische Präsident Wladimir Putin und der griechische Regierungschef Alexis Tsipras am Freitag in St. Petersburg.

Die Einigung der beiden Länder auf den gemeinsamen Bau einer Verlängerung für die geplante Schwarzmeer-Pipeline Turkish Stream sei dafür eine gute Voraussetzung, sagte Tsipras der Agentur Interfax zufolge. Bei Putins internationalem Wirtschaftsforum in der ehemaligen Zaren-Metropole hatten Russland und Griechenland den Leitungs-Deal perfekt gemacht. Das Grossprojekt soll den Griechen künftig die leeren Kassen mit Transitgebühren füllen und Russland eine neue Gaslieferroute nach Südosteuropa öffnen.

Embargo gegenüber Griechenland lockern

Im Gegenzug für die Beteiligung bei Turkish Stream könnten die Russen bald schon für die Griechen ihr Embargo gegen Lebensmittel aus der EU lockern. Experten sollten sich in Kürze mit dem Thema befassen, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow mitteilte.

Allgemein plant Russland aber, sein Importverbot gegen den Westen zu verlängern, weil auch die EU an ihren Sanktionen festhält. Über Finanzhilfe für das pleitebedrohte Griechenland hätten Putin und Tsipras nicht gesprochen, sagte Peskow.

(awp/dbe)