1. Home
  2. Politik
  3. Putin will mit staatlichen Ölgiganten Kasse aufbessern

Geld
Putin will mit staatlichen Ölgiganten Kasse aufbessern

Wladimir Putin: Der russische Präsident liebäugelt mit Privatisierungen.

Der Preiszerfall beim Öl reisst ein Loch in die Kasse Russlands. Um den Staatshaushalt zu entlasten, liebäugelt der Kreml deshalb mit einer Teilprivatisierung grosser Ölkonzerne.

Veröffentlicht am 15.02.2016

Wegen seines Haushaltsdefizits will Russland unter anderem Anteile am wichtigen Ölkonzern Baschneft privatisieren. Das kündigte Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew am Montag der Agentur Interfax zufolge an.

Demnach sollen bis zu 25 Prozent der Aktien des Ölförderers auf den Markt geworfen werden. Die Regierung erwägt auch eine Teilprivatisierung des grössten russischen Erdölproduzenten Rosneft.

Loch in der Kasse

Der Absturz der Ölpreise hat die Rohstoffmacht Russland in eine tiefe Wirtschaftskrise gestürzt. Der ursprüngliche Haushaltsentwurf für 2016 basierte auf einem mittleren Preis von 50 US-Dollar je Barrel (159 Liter). In den vergangenen Wochen kostete das Barrel jedoch um die 30 Dollar.

Nach eigenen Angaben hatte Baschneft die Ölförderung im vergangenen Jahr um 11,9 Prozent im Vergleich zu 2014 auf fast 20 Millionen Tonnen gesteigert. Die wichtigsten Förderstätten des Unternehmens liegen im Ural- und Wolgagebiet sowie in Westsibirien. Experten schätzen die Reserven des Konzerns auf rund 2,3 Milliarden Barrel, die Firma gehört zu den zehn wichtigsten Ölförderern in Russland.

(sda/ise/me)

Anzeige