In der Schweiz sind rund 119'000 Menschen an Demenz erkrankt. Schätzungen der Schweizerischen Alzheimervereinigung zufolge sind 8 Prozent der über 65-Jährigen und mehr als 30 Prozent der über 90-Jährigen von Alzheimer oder einer anderen Demenzform betroffen. Diese Patienten leiden häufig an Desorientierung. Die Folge: Sie verirren sich oft.

Weil das ein weltweit verbreitetes Problem ist, so auch in Japan, hat sich die Stadt Iruma eine Lösung gefunden, die möglicherweise leicht in der Schweiz übernommen werden könnte: Demenzkranke erhalten einen individuellen QR-Code.

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Aufkleber auf dem Fingernagel

Der befindet sich auf einem Zentimeter grossen Aufkleber, der den Patienten auf den Finger- oder Fussnagel geklebt wird. Scannen Behörden den Code, erhalten sie eine individuelle Identitätsnummer, können den Patienten identifizieren und wieder nach Hause bringen. Die Sticker halten bis zu zwei Wochen lang auf dem Nagel – und dürfen auch nass werden.

Ursprünglich gab es für Kleidung bereits ähnliche Aufkleber. Das Problem dabei: Wenn man die Kleidung wechselt, musste man auch den Aufkleber auf allen Kleidungsstücken haben. Für die Patienten ist der Service kostenlos. Das Projekt startete in diesem Monat.

Dieser Text erschien zunächst bei «Welt kmpkt» unter dem Titel «In Japan bekommen Demenzkranke jetzt einen QR-Code».