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Kämpfe
Raketen aus Syrien schlagen in Golanhöhe ein

Israelischer Angriff auf ein Hochhaus in Gaza-Stadt: Die Kämpfe gehen weiter.  Keystone

Sorge vor einer Ausweitung des Gazakonflikts: Extremisten haben Raketen aus Syrien und aus dem Libanon auf Israel abgefeuert. Derweil zerstört die israelische Armee ein Hochhaus in Gaza-Stadt.

Veröffentlicht am 24.08.2014

Fünf aus Syrien abgefeuerte Raketen sind in der Nacht zum Sonntag auf den Golanhöhen eingeschlagen. Die israelische Armee teilte mit, sie seien an verschiedenen Orten niedergegangen. Es gab keine Berichte zu möglichen Opfern oder Sachschäden. Israel hatte die Golanhöhen 1967 von Syrien erobert. Im Juni bombardierte die israelische Armee nach einem tödlichen Angriff aus Syrien Stellungen des syrischen Militärs.

Die neuen Angriffe nährten die Sorge vor einer Ausweitung des Gazakonflikts. Nur Stunden zuvor hatten Extremisten im Libanon zwei Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. Ein Haus in Galiläa sei getroffen worden, teilte der israelische Rundfunk mit. Acht Menschen hätten einen Schock erlitten. Israel legte den Angaben zufolge Beschwerde bei der internationalen Beobachtertruppe Unifil in Südlibanon ein.

Auch die Raketenangriffe aus dem Gazastreifen dauerten am Sonntagmorgen an. Die israelische Luftwaffe bombardierte in der Nacht wieder Ziele in dem Palästinensergebiet. Dabei wurden nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums mindestens zwei Menschen getötet.

Hochhaus zerstört

Die israelische Armee warf zwei Bomben auf ein Hochhaus in Gaza-Stadt ab und machte das 13-stöckige Gebäude dem Erdboden gleich. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden dabei 17 Menschen verletzt.

Zwei Stunden vor der Bombardierung des Hochhauses in Gaza-Stadt warnte das Militär die Bewohner mit Flugblättern und Telefonanrufen. Sie wurden aufgefordert, das Gebäude zu räumen. Grund war laut Armee, dass Hamas-Kämpfer daraus operiert hätten.

Seit Beginn des Gaza-Kriegs am 8. Juli seien mehr als 2100 Menschen getötet und mehr als 10'600 verletzt worden, hiess es. Auf der israelischen Seite kamen 64 Soldaten und vier Zivilisten ums Leben.

«Massaker an den Palästinensern»

Mit einer grossen Anzeige in der «New York Times» prangerten Überlebende des Holocausts den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen als «Massaker an den Palästinensern» an. Die 327 Unterzeichner aus den USA und vor allem Europa bezeichnen sich selbst als Überlebende oder Nachkommen von Opfern des Nazi-Völkermords, die den Einsatz der israelischen Armee «unmissverständlich verurteilen».

Die Anzeige ist eine Reaktion auf eine Aktion des Friedensnobelpreisträgers Elie Wiesel. Wiesel und Unterstützer hatten in einer Annonce die Hamas mit den Nazis in Verbindung gebracht.

(sda/dbe)

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