Bei Ausschreitungen in der Stadt Zürich sind in der Nacht auf Samstag sieben Polizistinnen und Polizisten verletzt worden. Randalierer setzten laut der Polizei mehrere Autos und Container in Brand und schlugen viele Fensterscheiben ein. Im Communiqué der Polizei ist die Rede von«blinder Zerstörungswut». Der Protest begann am Freitag gegen 22.15 Uhr in der Zürcher Manessestrasse (Kreis 3). Es habe sich um 200 «grösstenteils vermummte und gewalttätige Personen aus der linksautonomen Szene» gehandelt.

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Die Polizeikräfte seien aus nächster Nähe mit Steinen und Feuerwerkskörpern beschossen worden. Auch sei eine brennende Fackel in ein Polizei-Auto geworfen worden. Die Ausrüstung einer Polizistin habe dabei Feuer gefangen. Die Beamtin sei aber nicht verletzt worden.

Randale und Plünderungen – Autos in Brand

Die Randalierer seien mit Gummischrot, Tränengas und Wasserwerfern zurückgedrängt worden. Im Kreis 4 seien diverse Autos und Container von den Randalierern in Brand gesetzt sowie Geschäfte geplündert worden. Auch Polizeifahrzeuge seien massiv beschädigt worden. Die Polizei konnte nach eigenen Angaben der Gewalt gegen Mitternacht ein Ende setzen. Mehrere Beamte erlitten Augen- oder Gehörverletzungen und mussten in Spitalpflege.

— 0xTry (@0xTry) 12. Dezember 2014

Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen nahm die Polizei vier Personen wegen Landfriedensbruch und/oder Sachbeschädigung festgenommen. Es handele sich dabei um vier Männer im Alter zwischen 20 und 36 Jahren. Zwei stammten aus der Schweiz, einer aus England und einer aus dem Fürstentum Liechtenstein. Inzwischen wurde ein Bekennerschreiben der linksautonomen Szene veröffentlicht.

(moh, mit sda)

— alex kleinberger (@AlexKleinberger) 12. Dezember 2014