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Ratspräsident Tusk: Brexit gefährdet die ganze EU

Donald Trusk: Er nimmt einen möglichen Brexit nicht auf die leichte Schulter. Keystone

EU-Ratspräsident Donald Tusk warnt vor gravierenden Konsequenzen bei einem EU-Austritt Grossbritanniens. Votieren die Briten für den Brexit, fürchtet Tusk um den Fortbestand der ganzen EU.

Veröffentlicht am 15.02.2016

Angesichts des bevorstehenden Referendums über einen Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union hat EU-Ratspräsident Donald Tusk vor einem Auseinanderbrechen der Gemeinschaft gewarnt. Kurz vor dem EU-Gipfel am Donnerstag sprach der polnische Politiker in Bukarest von einem entscheidenden Moment.

«Es ist höchste Zeit, dass wir mehr auf die Argumente der anderen als auf unsere eigenen hören», mahnte er am Montag. Das Risiko eines Auseinanderbrechens sei real, sagte Tusk und plädierte für ein behutsames Vorgehen. «Was einmal zerbrochen ist, kann man nicht reparieren.» Die EU-Mitgliedschaft Grossbritanniens, aber auch die Zukunft der gesamten Union stünden auf dem Spiel.

Streit um Flüchtlinge

Grossbritannien verhandelt mit der EU über eine Reihe von Reformen. Premierminister David Camerons Druckmittel ist das Referendum. Tief zerstritten sind die EU-Staaten auch über den Umgang mit Flüchtlingen. Während Deutschland mehr Solidarität einfordert, schotten sich viele Staaten immer mehr ab und weigern sich, mehr Flüchtlinge aufzunehmen.

(reuters/mbü)

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