Nachdem die Flüge der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) für die US-Armee von der «Handelszeitung» publik gemacht geworden sind, greift die Eidgenössische Stiftungsaufsicht ein. «Wir klären den Sachverhalt bei der Stiftung Rega aufsichtsrechtlich ab», sagt Sprecherin Katja Zürcher gegenüber der Zeitung «Der Sonntag».

«Die Stiftungsaufsicht hat uns am Mittwoch zur Stellungnahme aufgefordert», bestätigt Rega-Sprecher Sascha Hardegger.

Die Stiftungsaufsicht will wissen, ob die rechtlichen Grundlagen gegeben sind für Rega-Flüge verletzter und erkrankter US-Soldaten von Afghanistan und Irak in den US-Militärstützpunkt Ramstein (D). Bislang hatte sie von den Soldatenflügen der Rega keine Kenntnis gehabt.

Ausserdem untersucht die Stiftungsaufsicht, ob die Rega rechtmässig handelte, als sie im vergangenen Jahr die Abschreibungen auf die Helikopterflotte verkleinerte und so ihre Erfolgsrechnung entlastete.

Laut dem Geschäftsbericht erhöhte die Rega die Nutzungsdauer für ihre Helikopter von acht auf 14 Jahre. Damit verbesserte sich das Jahresergebnis 2011 um 9,2 Millionen Franken. In ihrem Brief vom 8. Mai, der dem «Sonntag» vorliegt, verlangt die Stiftungsaufsicht von Rega-Chef Ernst Kohler eine Stellungnahme zu beiden Punkten bis zum 8. Juni.

(aho)