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Protest
Regierung fordert Mursi-Anhänger zur Mässigung auf

Brennende Zelte der Mursi-Anhänger: Die Polizei stürmte in Sit-in-Protestlager in Kairo. (Bild Keystone)

Bei Zusammenstössen von Sicherheitskräften mit Anhängern des gestürzten Präsidenten Mursi sind zahlreiche Menschen getötet worden. Die Mursi nahestehende Muslimbruderschaft sprach von 30 Toten.

Veröffentlicht am 14.08.2013

Die ägyptische Regierung hat die Anhänger des vom Militär gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi zur Vernunft und zum Gewaltverzicht aufgefordert. Die Mursi nahe stehenden Muslimbrüder müssten aufhören, zur Gewalt anzustiften, hiess es in einer Erklärung am Mittwoch. Die Regierung werde «die Anführer für vergossenes Blut, die anhaltenden Unruhen und die Gewalt zur Verantwortung ziehen». Sicherheitskreisen zufolge wurde der Politiker der Muslimbruderschaft, Mohammed al-Beltagi, festgenommen.

Die Regierung kündigte an, an der Umsetzung des von der Armee unterstützten Übergangsplans festzuhalten. Von dem Prozess solle keine Partei ausgeschlossen werden.

Die Sicherheitskräfte hatten am Mittwoch damit begonnen, Protestlager der Anhänger Mursis in Kairo geräumt. Dabei wurden den Muslimbrüdern zufolge mindestens 30 Menschen getötet. Beobachter fürchten, dass die ohnehin extrem angespannte Lage endgültig ausser Kontrolle geraten könnte. Internationale Vermittlungsbemühungen waren jüngst gescheitert.

(tke/aho/reuters)

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