Österreich: Land der Berge, Land am Strome? Auch, ja. Aber eher noch: Land der Millionäre, Land der Ungleichheiten. So zumindest sieht es das österreichische Nachrichtenmagazin «Profil».  Demnach sind die Vermögen bei unseren Nachbarn im Osten heute noch konzentrierter als bislang angenommen.

Dies gilt umso mehr, als die Superreichen wie Red-Bull-Chef Didi Mateschitz oder die Famile Porsche in den gängigen Statistiken laut dem Bericht gar nicht erfasst werden. Und dennoch zeigt sich eine klare Schieflage laut Bericht: Von den 1000 Milliarden an privatem Vermögen besitze die untere Hälfte der Bevölkerung deshalb gerade einmal drei Prozent. Erst ab den oberen zehn Prozent steige der Wohlstand in Österreich sprunghaft an.

«Höhere Steuern auf Vermögen – niedrigere auf Arbeit»

„Vermögen ist noch ungleicher verteilt, als bisher angenommen. Gerade Unternehmensbeteiligungen und Kapitaleinkünfte sind auf eine sehr kleine Gruppe konzentriert“, zitiert das Magazin Stefan Humer, den Autoren einer Studie.

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Reiche in anderen Ländern fordern ebenfalls höhere Steuern

Der Vorstoss in Österreich ist nicht der erste seiner Art. Auch Superreiche in anderen Ländern foderten in den vergangenen Jahren höhere Steuern für Vermögende. So etwa der amerikanische Investor Warren Buffett: «Es ist an der Zeit für unsere Regierung, dass sie Ernst macht mit den gemeinsamen Opfern», schrieb der 82-Jährige bereits im Sommer 2011 in der «New York Times». Seine Freunde und er seien lange genug von einem milliardärsfreundlichen Kongress «verhätschelt» worden.

(moh)