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Altersvorsorge
Rentenanpassung für 2018 soll ausbleiben

Rentner in der Schweiz: Keine Bewegung im Rentenniveau. Keystone

AHV- und IV-Renten sollen für das kommende Jahr auf gleichem Niveau verharren. Das empfiehlt die zuständige Kommission dem Bundesrat. Die letzte Anpassung ist dann drei Jahre her.

Veröffentlicht am 29.06.2017

Die AHV- und IV-Renten sollen auf das nächste Jahr weder steigen noch sinken. Die Eidgenössische AHV-/IV-Kommission empfiehlt dem Bundesrat aufgrund der derzeitigen Lohn- und Preisentwicklung, die Renten nicht anzupassen.

Der kombinierte Preis- und Lohnindex entwickle sich derzeit nur schwach, teilte die Kommission am Donnerstag mit. Das habe der Ausschuss für mathematische und finanzielle Fragen per Mehrheitsbeschluss festgestellt, und die Kommission sei diesem Beschluss gefolgt.

Abstimmung über Rentenreform im September

Letztmals wurden die Renten auf Anfang 2015 erhöht, wie die Kommission in Erinnerung ruft. Seither beträgt eine minimale ganze AHV- oder IV-Rente 1175 Franken, die maximale Rente beläuft sich auf 2350 Franken. Der Bundesrat prüft alle zwei Jahre, ob die Renten der Preis- und Lohnentwicklung angepasst werden sollen. Ein nächster Entscheid steht für 2018 an.

Offen bleibt, ob das Stimmvolk den künftigen AHV-Rentnern einen Zustupf zugestehen will. Wird die Reform der Altersvorsorge am 24. September angenommen, können sich Neurentner auf eine um 70 Franken höhere AHV-Rente einstellen. Damit soll ein tieferes Rentenniveau in der zweiten Säule ausgeglichen werden.

(sda/me)

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