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Report: Jeder 13. Schweizer lebt in Armut

In der Schweiz sind besonders ältere und alleinerziehende Menschen von Armut bedroht. (Bild: Keystone)

Die Armut in der Schweiz geht zurück. Nichtsdestotrotz verfügen immer noch 586'000 Menschen über zu wenig Geld für Lebensmittel und den Alltag. Besonders Alleinerziehende und Pensionäre sind von der A

Veröffentlicht am 30.03.2012

Die Armut in der Schweiz ist 2010 zurückgegangen. Damit war jede 13. Person von der Armut betroffen. Zum Vergleich: 2008 war jeder 11. arm.

Mit einem Einkommen unter dem Existenzminimum leben am häufigsten Rentner und Alleinerziehende. Bei 7,8 Prozent der Schweizer Bevölkerung lag 2010 das verfügbare Haushaltseinkommen unterhalb der sogenannten absoluten Armutsgrenze. Will heissen: Rund 586'000 Personen stand zu wenig Geld für Lebensmittel und die Teilnahme am sozialen Leben zur Verfügung, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in seiner jüngsten Publikation «Armut in der Schweiz» schreibt.

Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl stabil geblieben - 2008 lag sie jedoch noch bei 9,1 Prozent. Die Armutsquote habe «mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auf die positive Arbeitsmarktentwicklung regiert», erklärt das BFS den Rückgang.

Mit Abstand am häufigsten waren Alleinerziehende und Rentner betroffen. Mehr als jede sechste Person über 65 Jahre lebte in Armut - wohnte sie alleine, war es sogar jede vierte Person. Doch auch bei Zweipersonenhaushalten war es jede achte Person.

Die grösste Gruppe stellten die Alleinerziehenden dar. Bei ihnen lag bei jedem Vierten das Einkommen unter der Armutsschwelle. Überraschend: Personen in Paarhaushalten mit einem oder mehreren Kindern waren unterdurchschnittlich oft arm.

(muv/tno/sda)

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