Die Zürcher Nationalrätin Kathy Riklin (CVP) hat sich in der Affäre Mörgeli zu den Vorwürfen des SVP-Politikers und der Anklage der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern geäussert. Die SVP und insbesondere ihr «Chefstratege» Mörgeli hätten die politische Auseinandersetzung in den vergangenen Jahren immer wieder auf eine juristische Ebene gehoben. «Das hat System. Der politische Gegner wird verunglimpft und soll in Prozesse verwickelt werden», teilte Riklin in einer Stellungnahme mit.

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Keiner der von Mörgeli erhobenen Vorwürfe treffe jedoch zu. Im Gegenteil: «Die Vorwürfe sind rein politisch motiviert und absurd.» Sie sehe der Gerichtsverhandlung mit grosser Gelassenheit entgegen.

Staatsanwaltschaft klagt wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses

Zuvor war bekannt geworden, dass sich Riklin im Zusammenhang mit der Affäre Mörgeli vor Gericht verantworten muss. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern erhob Anklage wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses gegen die Politikerin.

Hintergrund des Verfahrens ist ein Gespräch Riklins mit zwei Journalisten am 28. September 2013 im Bundeshaus in Bern. Dabei soll Riklin über den Inhalt eines noch geheimen Expertenberichts gesprochen haben. Darin ging es um die Qualität der wissenschaftlichen Betreuung von medizinhistorischen Doktorarbeiten an der Uni Zürich.

Geldstrafe von 30 Tagessätzen gefordert

Christoph Mörgeli hatte Riklin deswegen angezeigt. Die Staatsanwaltschaft fordert für die Politikerin nun eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen unter Gewährung des bedingten Vollzugs der Geldstrafe mit einer Probezeit von zwei Jahren.

(mit Material von sda)