Nach den Wahlen in Simbabwe liegt die Partei des langjährigen Machthabers Robert Mugabe ersten Auszählungsergebnissen zufolge deutlich in Führung. Laut vorliegenden offiziellen Zahlen konnte die Regierungspartei ZANU-PF 25 der 28 schon vergebenen Parlamentssitze für sich gewinnen.

Insgesamt sind 210 Mandate zu verteilen. Aus Parteikreisen hiess es, neben der Parlamentswahl habe Mugabe auch die Abstimmung über den künftigen Präsidenten des Landes für sich entschieden. Mugabes Herausforderer Morgan Tsvangirai bezeichnete die Abstimmung als «gewaltige Farce» und «null und nichtig».

Eiserne Hand

Der 89 Jahre alte Mugabe führt das Land seit 33 Jahren mit eiserner Hand und liess sich am Donnerstag bereit als Wahlsieger feiern. Rund 6,4 Millionen Bürger hatten am Vortag einen Präsidenten und ein neues Parlament für Simbabwe gewählt.

Tsvangirai trat bereits zum vierten Mal bei einer Präsidentschaftswahl gegen Mugabe an. 2008 hatte er nach Runde eins deutlich vorn gelegen, woraufhin blutige Angriffe gegen seine Anhänger begannen und er seine Kandidatur zurückziehen musste.

Offiziell erst am Montag

Mugabe regiert das Land seit der Unabhängigkeit von Grossbritannien ununterbrochen. Durch die systematische Enteignung von Weissen und zahlreiche andere Massnahmen bescherte er dem Land einen rasanten wirtschaftlichen Niedergang.

Die offiziellen Ergebnisse der Wahlen werden erst für Montag erwartet.

(vst/aho/sda)