Der «Weltwoche»-Chefredaktor und -Verleger Roger Köppel will für die Zürcher SVP in den Nationalrat. Dies hat der 49-Jährige am Donnerstag in Zürich vor den Medien bekannt gegeben. Köppel war bislang parteilos.

Als «mutiger, unbequemer und hartnäckiger Vertreter der Interessen der Schweiz» habe Köppel sich auch im Ausland einen ausgezeichneten Namen gemacht, schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Begann die Karriere bei der NZZ

Köppel begann seine Journalistenkarriere bei der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ), wo er unter anderem in der Sport- und der Filmredaktion arbeitete. Beim «Tages-Anzeiger» war Köppel Kulturredaktor und Chef der Wochenendbeilage «Das Magazin» und stellvertretender Chefredaktor.

2001 übernahm er die Leitung der «Weltwoche»-Redaktion und wechselte 2004 als Chefredaktor zur deutschen Tageszeitung «Die Welt». 2006 kehrte er zurück zur «Weltwoche» als Chefredaktor und Verleger. Er übernahm die Aktienmehrheit der Weltwoche Verlags AG.

Andere SVPler haben wohl keine Freude

Über die Kandidatur wurde im Verlauf des Mittwochmorgens bereits heftig spekuliert. «Mehr als ein Glücksfall für die SVP - ein Glücksfall für die Schweiz!», twitterte der SVP-Scharfmacher Christoph Mörgeli. Der «Blick» berichtete daraufhin prompt, Weltwoche-Herausgeber Roger Köppel wolle in den Nationalrat

Christoph Mörgeli (@ChrMoergeli) 26. Februar 2015

Weniger Freude dürften einige SVP-Politiker haben. Da die Wahl von Köppel so gut wie sicher ist, werden andere ihrer Chancen beraubt. 11 der 34 Zürcher Nationalratssitze werden heute von der SVP gehalten. Bei den letzten Wahlen verlor die Partei ein Mandat. Drei der Zürcher SVP-Nationalräte sind im Pensionsalter.

(sda/ise)