Irans künftiger Präsident Hassan Rohani hat kurz vor seiner Amtseinführung die anti-israelische Rhetorik seines Vorgängers Mahmud Ahmadinedschad fortgesetzt. «Das zionistische Regime ist seit Jahren eine Wunde im Leib der muslimischen Welt und muss entfernt werden», sagte Rohani iranischen Medien zufolge während einer Solidaritätskundgebung mit den Palästinensern anlässlich des Kuds-Tages.

Rohani wird am Sonntag vereidigt. Amtsinhaber Ahmadinedschad hat den Holocaust infrage gestellt und Israel als Krebsgeschwür bezeichnet, das ausgemerzt werden müsse. Während Ahmadinedschad als Hardliner bekannt war, gilt Rohani als vergleichsweise gemässigter Kleriker.

«Rohani zeigt sein wahres Gesicht früher als erwartet», erklärte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. «So denkt dieser Mann, und so lauten die Pläne des iranischen Regimes.»

Der Iran steht im Verdacht, nach Atomwaffen zu streben. Israel und die USA haben Militärschläge gegen die Atomanlagen der islamischen Republik nicht ausgeschlossen. Die Regierung in Teheran weist die Vorwürfe zurück.

(vst/aho/reuters)