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Romney-Propaganda: Clint Eastwood steht zur «Stuhl-Rede»

Kurioser Auftritt: Clint Eastwood und der Stuhl. (Bild: Keystone)

Der Auftritt ging um die Welt: Am Parteitag der Republikaner sprach Oscar-Preisträger Clint Eastwood mit einem leeren Stuhl. In einem Interview steht er zu seiner spontanen Entscheid.

Veröffentlicht am 08.09.2012

Clint Eastwood hat in einem Interview mit einem kalifornischen Lokalblatt seine Rede beim Parteitag der Republikaner verteidigt. Auf die Idee zu dem Sketch mit einem leeren Stuhl sei er gekommen, als man ihm hinter der Bühne einen Stuhl angeboten habe.

«Da war dieser Stuhl und jemand fragte mich, ob ich mich nicht setzen wolle», sagte der Oscar-Preisträger in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Zeitung «The Pine Cone» in Carmel, wo Eastwood einst Bürgermeister war.

Bei seinem Auftritt am 30. August hatte der Filmemacher zu einem leeren Stuhl gesprochen, auf dem ein unsichtbarer Barack Obama sitzen sollte. Eastwood selber nannte seine Rede «sehr unorthodox». «Ich hatte mir nicht genau zurechtgelegt, was ich sagen würde, bis ich es gesagt habe.»

Ursprünglich sei ihm gesagt worden, dass er fünf Minuten Redezeit habe. Allerdings sei es kompliziert gewesen, die Zeit zu messen, auch weil es keinerlei Signale gegeben habe. Eastwoods Auftritt dauerte am Ende zwölf Minuten.

Er sei sich bewusst gewesen, dass er einige Mal ins Stocken geraten sei. Aber so sei das eben, «wenn du keine ausgearbeitete Rede hast», sagte Eastwood. Anschliessend hätten ihm der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney und sein Vize Paul Ryan jedenfalls gedankt: «Sie waren sehr begeistert und wir haben alle gelacht.»

(vst/sda)

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